Die 76. Bayreuther Kunstausstellung – Ein glanzvoller Auftakt für die Gegenwartskunst

Die 76. Bayreuther Kunstausstellung ist in der Schlossgalerie Bayreuth mit großem Erfolg eröffnet worden. Bis zum 23. August 2026 verwandelt sich die Galerie in ein Zentrum der Gegenwartskunst und liefert spannende kreative Impulse parallel zum Festspielsommer.

Zur feierlichen Vernissage am 19. Juli 2026 begrüßte der Kunstverein Bayreuth e.V. zahlreiche Kunstbegeisterte in den lichtdurchfluteten Räumlichkeiten des historischen Gebäudes. Musikalisch umrahmt von dem Double Whisky Trio, bot der Vormittag den perfekten Rahmen für die renommierte Werkschau. Die großzügigen Ebenen und die neu gestalteten Ausstellungskojen der Galerie bieten den gezeigten Exponaten in diesem Jahr den idealen Raum zur Entfaltung.

Die inspirierende Festrede hielt Rüdiger Baumann vom Theater „Das Baumann“.

Blick in die Vernissage      (c) Foto:  Klaus Wagner

Kunstpreis der Sparkasse Bayreuth verliehen

Traditionell war der Eröffnungstag auch der Moment der Würdigung herausragender Leistungen. Thomas Bauske (3. Bürgermeister Stadt Bayreuth) überreichte den renommierten Kunstpreis der Sparkasse Bayreuth an den Künstler Werner Tögel aus Knetzgau für sein Werk „NY Crossing“.

Foto der Preisverleihung (c) Foto: Klaus Wagner

Der Künstler wurde in Schweinfurt geboren und studierte bei Prof. Dollhopf an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er ist fest in der regionalen Kunstszene verankert und stellt seine Werke in zahlreichen Ausstellungen vor. Seine bei der 76. Bayreuther Kunstausstellung präsentierten Arbeiten sind in Mischtechnik ausgeführte farbgewaltige Collagen bei denen sich dem Betrachter beim genauen Hinsehen immer neue Details eröffnen.

Preisträger Werner Tögel vor seinem Werk „NY Crossing“   (c) Foto:  Klaus Wagner

Die Auszeichnung unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Förderung lokaler und überregionaler Künstler für den Kulturstandort Bayreuth hat.

Vielfalt zeitgenössischer Positionen

Die 76. Bayreuther Kunstausstellung präsentiert als jurierte Schau ein breites Spektrum zeitgenössischer Positionen. Die Besucher erwartet eine faszinierende Vielfalt an Techniken, Ausdrucksformen und Materialien. Das Zusammenspiel aus regionalen Talenten und überregionalen Gästen spiegelt die Lebendigkeit der aktuellen Kunstszene wider.

die teilnehmenden Künstler der 76. Bayreuther Kunstausstellung 2026



Die Ausstellung kann noch bis zum 23. August 2026 täglich von 10 bis 18 Uhr in der Schlossgalerie Bayreuth, La-Spezia-Platz 1 besucht werden.

Finissage mit der Jazz-Formation“BeSt“ und life-Performance „Lebendige Skulpturen“ von Angelika Summa

Die Finissage der Ausstellung findet am Sonntag, den 23.08.26 ab 14 Uhr statt. Hier bietet sich die Möglichkeit die teilnehmenden Künstler nochmals persönlich zu treffen und vertieft in ihre Werke einzusteigen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der Jazzformation „BeSt“.

Zum Abschluss der vielbesuchten Ausstellung erwartet die Besucher die life performance „Lebendige Skulpturen“ mit Körperskulpturen der Bildhauerin Angelika Summa.

Lebendige Skulpturen    (c) Foto:  Angelika Summa

EVA MÖSENEDER

Aus verschiedenen Gärten

125. Kabinettausstellung des Kunstvereins Bayreuth e.V. im Kunstkabinett

VeranstaltungsortKunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth
Altes Barock Rathaus
Maximilianstr. 33 (Eingang Brautgasse) 95444 Bayreuth
Zeitraum03. Mai bis 29. Juli 2026
ÖffnungszeitenDi – So 10 – 17 Uhr
Eröffnung / VernissageSonntag 03. Mai 2026, 11 Uhr

Ihre Ausstellung «Aus verschiedenen Gärten» im Kunstkabinett des Kunstvereins Bayreuth e.V. beschreibt uns Eva Möseneder selbst:

„Wir müssen unseren Garten bestellen“ (letzter Satz aus Voltaire´s „Candide“)

„Der Garten gilt als Sehnsuchtsort, aber auch als Sinnbild von Ordnung des persönlichen Lebens. In einer verwirrenden und chaotischen Welt findet man hier einen Ort, in dem man strukturiert und erfüllend handeln kann.“

und weiter:

„Diese grundlegenden Ideen wirkten anlassstiftend für meine beiden druckgrafischen Zyklen „HORTUS FRACTALIS“ und „HORTUS AQUATICUS“ den beiden Schwerpunkten meiner Ausstellung im Kunstkabinett des Bayreuther Kunstvereins.
So sind es bei ersterer Serie scheinbar von selbst entstehende Viskosotypien die (als Aquatinta Radierungen) mit meist monochromen Aquatinta Flächen angeordnet werden.
Bei letzterer Serie sind es mikroskopische Lebensformen, die durch ihre vegetabile Schönheit wesentliche Gestaltungselemente werden.

Gerade durch genaue Beobachtung von kleinsten Organismen und Erscheinungsformen der Natur erschließt sich deren innere Ordnung und sie werden in meinen Grafiken in Beziehung zu ruhigen Aquatintaflächen gestellt und werden so in eine größere Ordnungsstruktur eingefügt.

Aber auch Wachsen bzw. Metamorphosen der Natur bilden einen Gestaltungsanlass für meine druckgrafische Arbeit. Hier ist es besonders die der Druckgrafik eigene Möglichkeit der Zustandsdrucke mit der ich diese Phänomene darstellen kann. Durch kontinuierliches Weiterbearbeiten der Platten besteht die Möglichkeit verschiedene Inhalte (sowohl in der Druckgrafik im technischen als auch im inhaltlich- gestalterischen Sinn) darzustellen.

So ist es generell die Arbeit im Bereich der Druckgrafik selbst, die in ihrer strukturierten Vorgangsweise stark an die erfüllende Arbeit in einem Garten als sinnstiftende Tätigkeit und Konzentration auf das konkret Beeinflussbare erinnert.“ Eva Möseneder


Eva Möseneder wurde 1957 in Ried im Innkreis geboren und studierte am Mozarteum in Salzburg in der Klasse für Grafik bei Professor Peter Prandstetter.

Sie hat sich vor allem als Spezialistin für Druckgrafik, insbesondere die Radierung, einen Namen gemacht und gibt ihr Wissen und Können als Lehrbeauftragte am Mozarteum und in zahlreichen Workshops weiter.
Eva Möseneder ist für die poetische Bildsprache ihrer Arbeiten bekannt und wurde 2016 mit dem „Slavi Soucek Preis für Grafik“ des Landes Salzburg ausgezeichnet. Sie gilt als eine der profiliertesten Grafikerinnen Österreichs.
Ihre Werke sind regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen und in bedeutenden Sammlungen (wie dem Museum der Moderne Salzburg oder der Albertina in Wien) vertreten. Ihre Motive sind oft geprägt von der Natur, Tieren, Stillleben und einer subtilen, oft melancholischen oder hintergründigen Ironie. Ihre Arbeiten wirken zeitlos und handwerklich präzise. Dabei kombiniert sie technische Perfektion mit einer sehr persönlichen, erzählerischen Note.


Kommen Sie zur Vernissage am Sonntag 03. Mai 2026 ins Kunstkabinett und freuen sich mit uns auf angeregte Gespräche mit der Künstlerin.

Ihr Vorstandsteam des Kunstverein Bayreuth e.V.


Vita Eva Möseneder

1957 in Ried i. I geboren
1977 Studium Mozarteum Klasse Malerei und Grafik bei Prof. Prandstetter
seit 1978 Arbeit in der Grafischen Werkstatt im Traklhaus
1986 Einrichtung einer eigenen Radierwerkstatt
1991 / 92 Leitung des Grafischen Workshops an der Salzburger Sommerakademie
2005 Teilnahme am Grafikworkshop „ Printed Affairs“ Zentralasien – Österreich
2007 Leitung eines Grafikworkshops an der Kunstfakultät der Hacettepe Universität Ankara/Türkei
2016 Slavi Soucekpreis des Landes Salzburg für Druckgrafik
2017 Internationaler Preis für Kunst und Kultur Kulturfonds der Stadt Salzburg
Teilnahme am Künstlerinnensymposium „Aba“ Universität Mersin /Türkei
2023 „Wissen schafft Kunst“ Symposium Neumarkt a. d. Raab
2024 „Wunderkammer“ KünstlerInnensymposium Cered / HU
EU-ART Symposium „Rückzug“ Neumarkt a. d. Raab
Ausstellungsreihe „70 Jahre Grafische Werkstatt im Traklhaus“ Salzburg
2025 EU-ART Symposium „Warum Kunst“ Neumarkt a. d. Raab
Lehraufträge an der Universität Mozarteum, Klasse Grafik und am Salzburg College der Northern Illinois University
Arbeitsaufenthalte in Vilnius, Budapest, Dresden, New York City, Kapstadt, Red Wing USA, Bosa Sardinien,Ahtopol/Bulgarien, Merida /Mexiko

Seit 1983 zahlreiche Ausstellungen und Aussstellungsbeteiligungen im In- und Ausland :

Galerie Welz 1985,1988,1995,2002, 2005, 2016 und 2025
Galerie Eboran, Salzburg – Galerie der Stadt Salzburg – Galerie Ophir ,Bayreuth – Galerie der Stadt Ried i. I. – Galerie Obuda , Budapest – Galerija Arca Vilnius – Westwendischer Kunstverein, Gartow (BRD) – Künstlerzentrum Schloß Parz – Galerie 5020 Salzburg –Palais Liechtenstein, Feldkirch – Miniprint Graphiktriennale Lahti (Finnland) – Kunstverein Bayreuth – Galerie der Stadt Reims – Kunsthaus Raskolnikoff Dresden – Galerie im Traklhaus Salzburg – IEEB Bukarest Experimentelle Biennale für Druckgrafik

e-mail : evamoes@gmx.at

Time for a Change

Sarah Pfaffenberger – Comics
Hans-Hubertus Esser – Karikaturen

Eine Ausstellung des Kunstvereins Bayreuth e.V. in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus Bayreuth, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth.

Eröffnung: Mittwoch, 11. Dezember 2024, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 12. Dezember 2024 bis 25. Februar 2025

Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 8-17 Uhr, Fr. 8-15 Uhr

Wir freuen uns, dass wir Ihnen anstelle des zeitweilig wegen Umbaus geschlossenen Kunstkabinetts nun in der Ausstellungshalle des Bayreuther Rathauses ein Schmankerl zum Jahreswechsel 2024/25 präsentieren können.

«Alt-68er trifft auf Generation-Z» – so könnte man die Akteure der Ausstellung kurz umreissen. Mit ihren Comics und Karikaturen bilden Sie eine gekonnte Symbiose der beiden Genres über Generationen hinweg.


Sarah Pfaffenberger – Comics

Sarah Pfaffenberger absolvierte die Fachschule für Produktdesign in Selb und arbeitete als Möbel- und Interior-Designerin, bevor sie sich ganz der Comic-Kunst widmete.
Sie hat an zahlreichen Projekten und Ausstellungen teilgenommen, darunter auch Workshops für Kinder, in denen sie ihre Leidenschaft für das Comic-Zeichnen weitergab.

Sarahs Werke sind bekannt für ihre dunklen Fantasiewelten und die Schaffung verrückter Kreaturen und gruseliger Monster. Sie arbeitet sowohl mit traditionellen Medien wie Pinsel und Tusche als auch digital. Ihre Comics sind Fenster in andere Welten, die uns einladen, neue Perspektiven zu entdecken und uns selbst in den Charakteren und Geschichten wiederzufinden.

Jeder Comic erzählt eine eigene Geschichte, die uns zum Lachen, Nachdenken und manchmal auch zum Weinen bringt. Sarahs einzigartiger Stil und ihre kreative Vision erinnern uns daran, dass in jeder Geschichte, egal wie klein oder groß, eine tiefe Wahrheit steckt.

Wir laden Sie ein, die Ausstellung zu genießen, die Geschichten zu erkunden und sich von Sarahs Kunst inspirieren zu lassen.


Hans Hubertus-Esser – Karikaturen

Ursprünglich in Heilbronn geboren und aufgewachsen ist der Schwabe Hans-Hubertus Esser in Hummeltal heimisch geworden. Er hat eine Ausbildung zum Diplom-Volkswirt absolviert, im Grafik- und im Druckereigewerbe gearbeitet und wurde mit seiner eigenen Firma zum weltweit gefragten Hersteller von Testbildern – unter anderem für das Fernsehen.

Seine Vorliebe für die Kunst hat er früh entdeckt und ist ihr auch im Un-Ruhestand treu geblieben. Er ist weit über die Grenzen Bayreuths und Frankens hinaus als Künstler, engagierter Förderer der bildenden Kunst und nimmermüder Motor und Vorsitzender des Bayreuther Kunstvereins bekannt.

In seinen Karikaturen beherrscht er die Fähigkeit, komplexe Themen und Emotionen mit wenigen Strichen und einer Prise Humor darzustellen. Seine Werke sind eine zeitlose Studie unserer Gesellschaft. Ironisch, respektlos und häufig auch ein bisschen boshaft hält er ihr den Spiegel vor. Er bringt uns damit zum Lachen und regt zum Nachdenken an. Jede Karikatur erzählt eine eigene Geschichte und lädt uns ein, die Welt durch die Augen des Künstlers zu sehen.

In dieser Ausstellung stellt er uns eine sehr persönliche Auswahl seiner Karikaturen vor und tritt wieder einmal selbst als Künstler ins Rampenlicht.

14. Weihnachtsausstellung

der Mitglieder des Kunstvereins Bayreuth

Ort: Altes Schloss, Maximilianstraße 8, 95444 Bayreuth (Ausstellungshalle Bergamt)

Ausstellungsdauer: 29. November 2024 bis 20. Dezember 2024

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 12-18 Uhr, Sa. und So. 11-18 Uhr

Eröffnung: Donnerstag, 28. November 2024, 18 Uhr

Auch in diesem Jahr findet wieder die beliebte Weihnachtsausstellung der Mitglieder des Kunstvereins Bayreuth statt. Ab Donnerstag, 28. November 2024, sind Sie herzlich eingeladen die aktuellen Werke der aktiven Künstler des Kunstvereins Bayreuth zu bewundern.

Die kunstschaffenden Mitglieder des Kunstvereins Bayreuth können ihre Arbeiten noch bis zum 15. Nov. 24 zur Teilnahme an der Ausstellung anmelden.

Das Vorstandsteam freut sich auf eine zahlreiche Teilname.

WILHELM SCHRAMM: „Paper Art & Pop Up“

Ausstellung des Kunstvereins Bayreuth e.V. in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus Bayreuth, Luitpoldplatz 13, 95444 Bayreuth.

Ausstellungsdauer: 31. Oktober 2024 bis 29. November 2024

Eröffnung: Mittwoch, 30. Oktober 2024, 18 Uhr

Öffnungszeiten: Mo. bis Do. 8-17 Uhr, Fr. 8-15 Uhr

Der Kunstverein Bayreuth e.V. präsentiert ab 30. Oktober 2024 die Ausstellung „Paper Art & Pop Up“ des Künstlers Wilhelm Schramm.

Wilhelm Schramm ist gebürtiger Oberfranke (Itzgrund) und hat an der Fachhochschule Coburg/Münchberg studiert. Heute lebt und arbeitet er in Bludenz (A).

Sein in Katalogen dokumentiertes Werk ist äußerst umfangreich und besteht aus Gemälden, Grafiken, Zeichnungen, Künstlerbüchern und Papierarbeiten. Letztere sind auch Gegenstand der Ausstellung im Neuen Rathaus Bayreuth.
Nebenher betreibt er noch mit einem Partner den Verlag Freipresse.

Die Papierarbeiten sind, soweit sie nicht als Papierobjekte firmieren, der konkreten Kunst zuzuordnen. Sie sind höchst komplex, 3-dimensional und durch (stabilisierende) Faltungen gefertigt. Streng geometrisch, häufig schwarz/weiss mit einer Zusatzfarbe.

© Wilhem Schramm

Man wird seinen Arbeiten aber nicht gerecht, wenn man sie nur auf den reduzierten Farbkanon beschränkt. Dazu ist sein Werk zu mannigfaltig und teilweise von brillierender Farbigkeit und Vielfaltigkeit, ein Genuss, manchmal schon ein Vexierspiel für das Auge.

© Wilhelm Schramm

In der Bayreuther Kunstausstellung waren in den letzten drei Jahren Arbeiten von Schramm zu sehen.

Ausschreibung 75. Bayreuther Kunstausstellung 2025

Die Ausschreibungsunterlagen für die im Jahr 2025 stattfindende 75. Bayreuther Kunstausstellung sind auf unserer Internetseite online – siehe Menupunkt „Ausschreibung – 75. Bayreuther Kunstausstellung„.

Dort finden Sie alle notwendigen Informationen und Formulare.

Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2024 (eingehend)

Carl Emanuel Wolff „Kästen, Viecher, Schüsseln“

119. Kabinettausstellung des Kunstvereins Bayreuth im Kunstkabinett des Kunstmuseums, Altes Barock-Rathaus, Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth

Ausstellung vom 8. September bis zum 4. Dezember 2024

Eröffnung: Sonntag, 8. September 2024, 11 Uhr, Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

C.E. Wolff ist Absolvent Kunstakademie Düsseldorf und bis vor Kurzem Professor an der HfBK Dresden. Als Bildhauer schuf er ein bemerkenswertes Oeuvre, das vielfach ausgezeichnet wurde.

Wenn er nun im Kabinett des Kunstvereins Bayreuth „Bilder“ aufhängt, so sind diese 3-dimensional, eben Kästen, in denen Zeichnungen und Objekte räumlich angeordnet sind.

© Carl Emanuel Wolff

C.E. Wolff hat die Kästen aus Tannenholz gebaut (oder gelegentlich auch Schubladen aus alten Möbeln verwendet) und sie zu kleinen abgeschlossenen Ereignis-Räumen gemacht, in die wir durch eine Glasscheibe hineinsehen können. Sie erinnern an Terrarien, Herbarien oder Dioramen. In den Wolff‘schen Guckkästen tummeln sich Kunstgewächse, Fische, Tiere mit und ohne Rüssel, Blumen, Fundstückeaus dem Atelier, bezeichnete Papiere, Materialien wie Gips und Draht, Holz, Farben und Folien. Mal sind sie bühnenhaft inszeniert, mal konstruktiv oder auch malerisch.

© Carl Emanuel Wolff

Den Objekten kann man die imaginative Verwunderung am Geschaffenen, die der Künstler beim Machen verspürt haben muss zuweilen ansehen.

CHRISTIANE POTT: „Unruhe“

118. Kabinettausstellung des Kunstvereins Bayreuth im Kunstkabinett des Kunstmuseums, Altes Barock-Rathaus, Maximilianstraße 33, 95444 Bayreuth

Ausstellung vom 9. Juni bis zum 5. September 2024

Künstlergespräch mit Führung zur Ausstellung: Mittwoch, 4. September 2024, 16 Uhr, Kunstkabinett im Kunstmuseum Bayreuth

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Nachdem Christiane Pott einige Tage in Bayreuth verbringen konnte, hat sie Richard Wagner sehr inspiriert und so bringt sie ein paar neu entstandene Graphiken, die sich mit den Frauenrollen in Wagners Opern auseinandersetzen, mit zur Finissage! Hier die Infos zur Ausstellung:

Unrast, Ungeduld, Getriebensein, Gejagdheit, Verfolgung, Bewegungsrausch, Aufregung, Betriebsamkeit, Freiheitsdrang… mit diesen und noch zahlreichen anderen Worten lassen sich die Einzelbilder der Serie Unruhe betiteln und beschreiben gleichzeitig gesellschaftliche Kräfte, die die Malerin, Bildhauerin und Zeichnerin Christiane Pott in neue bildnerische Motive auf Leinwand konstruiert hat. 

Die Malerin, Zeichnerin und Stahlplastikerin Christiane Pott ist in Bremen geboren, hat in Köln und Salzburg Musik im Hauptfach Klavier studiert und zudem Malerei und Werkerziehung am Mozarteum absolviert. Ihr künstlerischer Werdegang führte sie mehrfach nach China, wo sie u.a. als Gastprofessorin an der CAFA in Peking unterrichtete. In Salzburg war sie 3 Jahre Präsidentin der Berufsvereinigung der Bildenden KünstlerInnen, nachdem sie 7 Jahre das Internationale Stahlsymposion in Riedersbach geleitet hatte. Zahlreiche Kunst am Bau-Projekte und Preise säumen ihren Weg als vielseitige Künstlerin, sowie zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Mehr unter: www.artasyl.at

Finissage zur 74. Bayreuther Kunstausstellung

Sonntag, 25. August 2024, ab 15 Uhr im Neuen Schloss der Eremitage Bayreuth

Noch bis zum 25. August, haben Besucher der Eremitage Bayreuth die Möglichkeit zeitgenössische Kunst im schönen Ambiente des historischen Parks zu sehen und zu genießen. Die 74. Bayreuther Kunstausstellung des Kunstvereins Bayreuth e.V. in der Orangerie des Neuen Schlosses endet am Sonntag mit einer Finissage ab 15 Uhr. 

68 Werke von 63 Kunstschaffenden sind zu sehen und die Band BE:ST wird den schwungvollen musikalischen Rahmen setzen.

Die Ausstellung ist am Wochenende (24./25. August) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag können die Ausstellenden ihre Arbeiten ab 16:30 Uhr abholen, so dass die Kunstschau langsam bis zum Abend verschwindet. Trotzdem bietet sich nochmals Zeit und Raum für Gespräche über Kunst, künstlerische Praxis, Techniken und gesellschaftlichen Kontext.

Die ausgestellten Werke reflektieren die aktuelle Kunstszene und stammen zumeist aus Ober- und Mittelfranken, kommen aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet und dem deutschsprachigen Raum. Mit unterschiedlichen bildnerischen Techniken zeigen sie neue Sichtweisen und Ansichten auf die Realitäten und Absurditäten der Welt.

Auch die Skulptur „Galaxie“ des Mistelgauer Künstlers Ralf Vizethum ist zu bestaunen. Diese wurde mit dem Kunstpreis der Sparkasse Bayreuth 2024 ausgezeichnet.